Ort: von Maschhad nach Bidokht, Iran, 375km
Wetter: sonnig und bis 39°C
Nach einer kurzen aber wohltuenden Nacht und gutem Frühstück war für 8:30h Abfahrt vorgesehen. Bei mir noch kurze Hektik: wo war mein Fotoapparat? Beim Frühstück liegen gelassen, im Zimmer, oder?? Nach kurzem Spurt hin-und-her checke ich noch rasch meine kleine Reisetasche und wirklich, da liegt sie! Alles klar für die Abfahrt!
Also rein ins Gewusel des Morgenverkehrs. Aber es war schon etwas einfacher bei Tag, oder nahmen wir es einfach etwas gelassener?
Als erstes stand der Besuch des islamischen Center des Iran, bestehend aus dem heiligen Schreins des Imam Reza, der grossen Moschee ‚Gohar Shahr’ und eines Museums auf dem Programm, ein riesiger Komplex mit verschiedenen Gebäuden und grossen Innenhöfen. Kameras und jegliche Taschen waren nicht erlaubt mit zu nehmen (folge eines Bombenanschlages vor ein paar Jahren) und die Damen mussten zusätzliche Tücher überwerfen! Eine autorisierte Führerin, die recht gut Englisch sprach, führte uns herum, beantwortete geduldig unsere Fragen und stellte sicher, dass wir uns nicht in Räume verirrten, die für Ungläubige nicht gestattet waren. Unsere Ladies waren froh, als wir wieder draussen waren, und sie die zusätzlichen Umhänge abgeben konnten. Sie verschmachteten fast!
Interessant war dann die anschliessende Besichtigung des Bazar von Maschhad. In einem Gewusel von Leuten schlenderten wir durch die engen Gassen des gedeckten Bazars und genossen die Farbigkeit der Angebote, das Brummen des Lebens und die Freundlichkeit der Anbieter. Auch von hier werden einige Produkte den Weg in die Schweiz finden, unter anderem Gewürze.
Weiter ging die Fahrt zum Mausoleum des Dichters Ferdowsi, bevor wir die Region Maschhad definitiv verliessen und Richtung Süden, nach Bidokht, fuhren. Die Fahrt führte uns wieder durch sehr trockene, fast wüstenhafte Gebiete, z.T. auf weiten Hochebenen (rund 1000müM) mit endlos geraden Strecken und z.T. durch steinige Hügelzüge mit kurvenreichen Strassen.
Bidokht selber ist ein kleiner Ort ohne wirkliche Bedeutung, aber mit einem gemütlichen und einfachen Gasthof, wo wir die Nacht verbrachten.
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