Ort: Ürgüp, Zentral-Analogien, Türkei
Wetter: sonnig, bis 34°C
Nach einem guten Nachtessen am Vorabend habe ich mir noch einen türkischen Kaffee gegönnt. Ein Fehler: ich ‚stand’ bis gegen 02:00h im Bett. Irgendwann hat es mich dann doch genommen und dementsprechend klein waren auch meine Augen am heutigen Morgen.
Die kleine Stadt Ürgüp liegt mitten im Nationalpark ‚Göreme’, welcher durch seine Tuffstein-Säulen, Höhlenwohnungen, Höhlenkirchen und den wunderschönen tief erodierten Tälern eine Touristen Attraktion geworden und zum Teil sogar zum ‚Weltkultur-Erbe’ gehört.
Das Gebiet entstand dadurch, dass sich vor Jahr-Millionen weiches Meeressediment (Tuff) ablagerte und zum Teil mit vulkanischem Gestein überdeckt worden ist. Wind und Wetter haben in den vergangenen Jahrmillionen viel Material abgetragen, nur dort, wo ein grosser Stein das darunter liegende Material geschützt hat, blieben entsprechende sehr hohe Tuff-Säulen in bizarrsten Formen erhalten. Das weiche Material wurde durch die frühgeschichtliche Bevölkerung auch dazu benutzt, in den Flanken der Hügel Höhlen-Wohnungen und ganze Siedlungen auszugraben, um sich vor der Hitze aber auch vor fremden Eindringlingen zu schützen.
Mit unseren Autos fuhren wir ins Zentrum des Nationalparks und heuerten einen lokalen Führer an, der Deutsch und Französische sprach. Schon nach kurzer Zeit hat es sich bewiesen, dass dies eine sehr gute Idee war, da er den Schlüssel zu verschlossenen, einsamen ausgehöhlten Kirchen besass, wir durch ihn eine lokale Familie in einer Höhlenwohnung besuchen konnten und er uns auf engen, sandigen und z.T. steilen Fahrspuren mit unseren 4-Rad-Fahrzeugen zu Orten führte, die wir sonst nie gefunden hätten. Wir staunten immer wieder über die Vielfalt und Farbenpracht der natürlichen Tuff-Säulen, die die Zeit geschaffen hatte. So fuhren wir am oberen Rand des Honigs und der Liebe entlang, bevor wir in die Täler einfuhren und zu Fuss die Naturwunder bestaunten. Worte können das Ganze nicht richtig umschreiben. Bilder werden bald ins Web-Album gestellt.
Auf der Rückfahrt zum Hotel liess ich mich mit Sam, Feriha und Anne-Cristine im Dorf ausladen und wir wagten das Erlebnis ‚Coiffeur’. Nach fast 7 Woche ist einfach zu viel gewachsen! Sam und ich wurden gleichzeitig bei einem Herrencoiffeur bedient, und der Service war super: guter Haarschnitt (fast alles mit Schere, Abbrennen der Haare um die Ohren, Schneiden der Haare in den Ohren, der Nase und der Augenbrauen, Haare waschen, Kopf- und Schultermassage und das alles für CHF 7.50!
Nach einem feinen Nachtessen legten wir uns alle zu vernünftiger Zeit ins Bett, denn für den nächsten Tag war Tagwache um 04:30h vorgesehen!
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