Sonntag, 21. August 2011

18-Aug-2011

Strecke:              von Athen nach Patras, Griechenland, 375km
Wetter:               sonnig, bis 41°C

Am Nachmittag des gestrigen Tages ist einem Mitglied unserer Reisegruppe leider die Brieftasche samt Pass aus dem Rucksack gestohlen worden. Uns das in Europa! Aber zum Glück auch erst jetzt, sonst wären alle Visa für die Einreise in die verschiedenen Länder fast unmöglich geworden. Mit der Botschaft konnte zum Glück noch gestern Abend vereinbart werden, dass heute Morgen Ersatzpapiere bereitstehen würden; und es hat geklappt! Wir können weiter!
Kurz nach 09:00h verliessen wir Athen und fuhren Richtung Korinth. Dort stand die Besichtigung des Kanals von Korinth auf dem Programm, welcher 1881-1893 erbaut worden ist. Der Kanal misst eine Länge von 6.3km, ist 24.6m breit (auf Seehöhe) und die Wände sind 79m hoch. Der Kanal verkürzt die Fahrstrecke für Schiffe zwischen den Häfen der Adria und der Ägäis um gut 130 Seemeilen, da der ganze Peloponnes sonst umfahren werden müsste. Ein imposantes Bauwerk, welches am 28. Oktober 1893 eingeweiht und dem Verkehr übergeben worden ist. Unterhalb einer Brücke über den Kanal hat sich ein Bungy Jumping Betrieb eingerichtet, und wir konnten zwei waghalsigen Sprüngen in die Tiefe zusehen. Nichts für mich!
Auf dem Peloponnes verliessen wir die Hauptverbindungsstrasse nach Patras und stachen südwärts, dem Meer entlang, in Richtung Epidavros vor. Epidavros ist bekannt für ein sehr gut erhaltenes Amphitheater, welches bis 14'000 Zuschauer fassen kann. Das Bauwerk sowie die Akustik des Amphitheaters sind sehr eindrucksvoll.
In einem Hafenrestaurant in Nafplio gabs Köstlichkeiten aus dem Meer, bevor wir dann wiederum via Korinth nach Patras, dem Ziel des heutigen Tages fuhren. Da das Einschiffen erst ab 21:00h möglich war, genossen wir einen Sundowner auf einer Anhöhe oberhalb Patras mit wunderschöner Sicht über die Stadt, den Hafen und die neue Hängebrücke rüber zu Festland-Griechenland.
Das Verladen klappte reibungslos. Unsere 4 Fahrzeuge sind irgendwo tief im Bauch der grossen Fähre parkiert, Zutritt ist bis Venedig nicht mehr möglich. Ich habe eine schön grosse Aussenkabine mit viel Platz und kleinem Bad bezogen. In den Gängen, unter den Treppen, in verschiedensten Nischen und auf den Decks haben sich Familien, Rucksack-Touristen und andere Gäste mit kleinerem Budget gemütlich eingerichtet, indem sie Matten und Schlafsäcke ausgelegt haben und auch so die Überfahrt mitmachen. Ich ziehe mein gemütliches Bett vor!

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