Ort: Datong, China
Lokal-Zeit: 21:30h
Wetter: dunstig, ca. 30°-35°C
Gestern Abend interessantes Treffen mit dem Verteidigungs-Attaché (und nicht Militär-Attaché) der Schweiz, Thomas Bucheli. Interessante Gespräche über Politik, Strategien, Wirtschaftssysteme, wirtschaftliche Entwicklung von China und vieles mehr. Daneben hervorragendes Essen, welches wir aber selber bezahlen mussten .
Dann heute Morgen frühes Frühstück, Check-out aus dem Hotel und Beladen unserer Mitsubishi Pajero. Gegen 08:00h waren wir dann bereit und schlängelten uns im morgendlichen Berufsverkehr in allgemeiner Richtung Nord-West aus der Grossstadt Peking hinaus. Einmal auf der Autobahn angelangt, ging es dann zügig vorwärts. Bald befanden wir uns in hügeligem Gelände und fuhren dem ersten Etappen-Ziel, Badaling, entgegen. Badaling liegt an der Chinesischen Mauer und ist ein zentraler Ausgangspunkt zum Erkunden dieses grossartigen Bauwerks. Leider hatten wir weiterhin sehr dunstiges Wetter, sodass wir zwar nicht weit sehen konnten, sich aber eine mystische Szenerie ergab. Schwitzend und pustend erklommen wir die steilen Treppen und Rampen und waren von der Grossartigkeit dieses Bauwerks einfach nur beeindruckt.
Nach gut 2h trafen wir uns wieder bei den Fahrzeugen und nahmen den Weg nach Datong unter die Räder. In einer chinesischen Autobahnraststätte (riesiger Parkplatz mit ein paar wenigen Lastwagen und kaum PWs) gab’s ein chinesisches Buffet mit zum Teil geschmacklich etwas ‚interessanten’ Bestandteilen. Nach weiteren rund 150km trafen wir am heutigen Zielort, Datong, ein. Datong ist eine rasch wachsende Stadt mit heute rund 3 Mio Einwohner. Viele alte Gebäude werden durch neue ersetzt; sogar die alte Tempelanlage ‚Hua Yan’ wird durch neue Gebäude erweitert. Hier befindet sich auch die in China grösste ‚Dragon Wall’, wo auf einer Länge von 45m mittels farbig lackierten Kacheln neun grosse Drachen dargestellt werden. Die Dragon Wall datiert aus dem Jahre 1392!
Zum Nachtessen führte uns Chan, unser lokaler Führer, in ein Spezialitäten-Restaurant, wo es ‚hot pot’ oder Mongolen-Topf gab. In zwei verschiedenen Suppen wurde Fleisch, Fisch, Gemüse, Pilze, Nudeln und allerlei gekocht und mit verschiedenen Saucen gegessen. Wir tranken und assen ‚bis zum Umfallen’ und bezahlten pro Kopf CHF 9.00!
Morgen haben wir die letzte Etappe in China vor uns: Fahrt von Datong nach Erenhot.