Ort: Bukhara, Usbekistan,
Wetter: sonnig und bis 41°C
Heute Morgen um 08:15h haben wir Beat verabschiedet. Er wird via Taschkent und Istanbul nach Zürich zurückkehren. Damit sind wir noch 14 (mit lokalem Guide und Reiseführer aus der Schweiz). Wir werden uns dann am 20. August in Konolfingen bei Bern wieder sehen.
Für uns stand wieder ein interessanter und lehrreicher, aber auch sehr heisser Tag in Bukhara bevor. Da die Sehenswürdigkeiten nun etwas ausserhalb der Altstadt lagen, benutzten wir unsere eigenen Fahrzeuge und fuhren zuerst zur Bahouddin Nakshband Moschee, welche als Pilgerort für Muslime aus ganz Zentral-Asien gilt. Hier fielen wir als Fremde wirklich auf, wurden aber immer sehr freundlich gegrüsst und mussten auf manches Foto mit drauf.
Ferner besichtigten wir die alte Zitadelle der Stadt, den Ort, wo Bukhara eigentlich entstanden ist (nur von aussen einsehbar, da innen noch stark zerstört), die Bolo-Xauz Moschee (18. Jahrhundert) und die Chashma-Ayub Moschee (12. – 14. Jahrhundert). Alles sehr interessante historische Bauten, zu denen uns unser lokaler Guide immer viel Informationen und Geschichten vermitteln konnte. Die zwei Höhepunkte des Tages waren aber die Besichtigung des Stadttores Chor-Minor (ein Tor mit 4 Türmen, bedeckt mit türkisfarbigen Kuppeln) sowie die älteste Moschee der Welt, der Ismail Samoniy Moschee aus dem 9. Jahrhundert. Das Gebäude ist relativ klein und kunstvoll aus gebrannten Ziegelsteinen gebaut. Von unten nach oben geht der quadratische Bau in ein Acht-Eck, dann ein 16-Eck und schlussendlich in einen Kuppelbau über, wobei die Ziegelsteine so verlegt sind, dass sich herrliche Musterungen ergeben. Der Bau hat die Zerstörungen der Mongolen nur dadurch überlebt, dass er halb im Sand vergraben und mitten in einem Friedhof stand, und so nicht als Moschee erkannt wurde, sondern mehr ein Mausoleum darstellte. Wunderbar!
Nach dem Mittagessen haben wir in einem Supermarkt für morgen Wasser und leichtes Essen eingekauft. Morgen werden wir Usbekistan verlassen und nach Turkmenistan einreisen. Wir wollen für die Grenzformalitäten gewappnet sein!
Total erledigt und verschwitzt sind wir zum Hotel zurück gekehrt und haben den Nachmittag zur freien Verfügung. Ich werde sicher auch noch den Pool aufsuchen!