Ort: Istanbul, Türkei
Wetter: sonnig, bis ca. 25°C
Mit der Weindegustation und dem feinen Nachtessen ist gestern Abend nichts geworden. Ich blieb im Zimmer und bestellte mir eine Portion Reis und schwarzen Tee und habe dann die ganze Nacht relativ gut durchgeschlafen. Dies war ein guter Entscheid, denn heute Morgen ging es mir schon wesentlich besser.
Bei Bewölkung und zum Teil leichtem Nieselregen verliessen wir Ürgüp und damit die Region Kapadokien und fuhren auf einer gut ausgebauten Hauptstrasse (meist doppelspurig) via Aksaray nach Ankara und von dort auf der Autobahn in Richtung Westen nach Istanbul. Dabei fuhren wir zwischen Aksaray und Ankara längere Zeit dem grossen Salzsee ‚Tuz Gölü’ entlang. Bei Izmit zeigte unser Höhenmeter 0m an und bald waren auf unserer linken Seite erste Buchten des Marmara Meer zu sehen. Im zunehmenden Abendverkehr erreichten wir die ersten Vorstädte von Istanbul und näherten uns zügig dem Bosporus. Wie geplant, steuerten wir die nördlichste Brücke über den Bosporus via die E80 an und schlängelten uns zusammen mit allen anderen Autos zur Brücke durch. Und während der Ueberfahrt über die lange Hängebrücke der grosse Moment: wir verliessen den asiatischen Kontinent und erreichten den europäischen Kontinent und kamen damit der Schweiz wieder ein grosses Stück näher. Leider verloren wir wegen dem hektischen Verkehr zwei unserer vier Fahrzeuge aus der Sicht, sodass wir uns in 2 kleinen Gruppen durch Istanbul durchschlagen mussten. Aber wir erreichten alle das Hotel ‚Acra’, welches sich im Herzen der Altstadt befindet und auf den Ruinen eines alten Palastes aus dem römischen Konstantinopel erbaut worden ist (im Speisesaal im untersten Stockwerk sind noch Reste der alten Mauern zu sehen).
Um 20:00h trafen wir uns frisch geduscht in der Hotelhalle und spazierten wenige Minuten zum Hotel ‚Seven Hills’, auf deren Dachterrasse ein schöner Tisch uns erwartete. Wir waren von der Aussicht überwältigt: auf der einen Seite Blick auf die Blaue Moschee (oder Sultanahmet) und auf der anderen Seite Blick auf die Hagia Sophia und darüber der Vollmond. Die gemischten Vorspeisen und die grosse Fischplatte taten das übrige dazu: es war herrlich (und mein Magen spielte auch wieder mit!)
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