Sonntag, 7. August 2011

03-Aug-2011


Ort:                     von Yazd nach Isfahan, Iran, 323km
Wetter:               sonnig und bis 40°C

Gut ausgeruht haben wir Yazd in Richtung Isfahan verlassen und in Meybod einen Zwischenhalt eingelegt. Dort besichtigten wir eine alte Karavanserei, ein historisches Eis-Lager (eine Art Kuppelbau mit dicken Mauern, wo Eis aus den nahen Bergen im Winter eingelagert wurde und fast den ganzen Sommer überdauerte), sowie einen Taubenturm, der als Nistplatz für tausende von Tauben genutzt wurde, und deren Kot zum Düngen verwendet wurde. Weiter entlang der Route stoppten wir an einer Pistatien-Plantage (Ernte findet im September statt) und bei einer Kamelhaar-Spinnerei, wo auch Kamelhaar-Decken gewebt wurden.
In Isfahan stoppten wir im Garagen-Quartier und liessen unsere Autos reinigen. In einem kleinen Hinterhof wurden unsere 4 Mitsubishi Pajero innen und aussen durch 4 bis 5 Mann mit Kärcher, Seifenlauge, Schwamm, Tücher, Staubsauger, Politurspray etc. etc. so tiptop gepflegt, dass wir uns kaum getrauten, weiter zu fahren. Zum Schluss wurde sogar noch Zeitungspapier auf die Fussmatten gelegt, damit die sauber gewaschenen Fussmatten nicht wieder verschmutzt würden, und beim Wegfahren winkten uns alle zu! Wo hat man so schon was gesehen?
In Isfahan, einer Stadt mit 2.5 Mio Einwohnern, mischten wir uns in den Abendverkehr und drängelten uns durch verschiedene Strassen und über eng bepackte Kreuzungen und fanden unser Hotel auf Anhieb.
Das Hotel ‚Abbasi’ liegt nahe am Bazar und den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und ist ein 5-Sterne-Haus mit allen Annehmlichkeiten. Die frisch geputzten Autos konnten wir in der Tiefgarage versorgen. Wir selber bezogen schöne Zimmer und trafen uns wieder in der Rezeption zum gemeinsamen Abendausflug. Und in der Rezeption war der Teufel los: die Fussball-Mannschaft von Teheran war im gleichen Hotel einquartiert und wurde ebenfalls in der Rezeption erwartet, für die Abfahrt zum Match gegen Isfahan. Die Polizei und die Hotelsecurity konnten die Fans kaum vom Eingang festhalten, alle wollten rein, Fotos machen und Unterschriften holen. Und wir waren mitten drin, machten Fotos und trafen den Assistenz-Trainer, einen Deutschen, der vorher die Mannschaften von Dortmund, Köln und Bayern-München trainiert hatte. Ein Super-Gaudi!   
Schlussendlich drängten wir uns dann aber doch durch die Menschentraube vor dem Eingang und gingen Nachtessen. Den Tag beschlossen wir mit einer Saftran-Eiscrème am Fusse der 33-Bogen-Brücke, einer alten Brücke, die schon zur Zeit der Seidenstrasse die beiden Teile von Isfahan miteinander verband. Heute ist der Fluss im Sommer ausgetrocknet, weil das Wasser für die Bewässerung weiter oben abgezweigt und zum Teil nach Yazd geleitet wird.

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