Sonntag, 7. August 2011

29-Jul-2011


Ort:                     von Bukhara, Usbekistan, nach Mary, Turkmenistan, 410km
Wetter:               sonnig und bis 43°C

Nach zwei herrlichen Tagen in Bukhara verlassen wir das schöne Hotel Asia und fahren Richtung usbekisch – turkmenische Grenze. Kurz nach 9:00 erreichen wir die lange Lastwagen-Kolonne, die sich vor den Grenztoren gebildet hat. Mit unseren PWs können wir diese Kolonne überholen und werden auch gleich durch die Tore in den Grenzposten eingelassen. Durch die usbekischen Zoll- und Grenzbehörden werden wir zügig und ohne Probleme abgefertigt und hier müssen wir uns auch von unserem tollen Führer Osebek verabschieden. Er war super und wir zollen ihm einen spontanen Applaus.
Auch die Turkmenen zeigen sich freundlich, kompetent und effizient. Im recht modernen Zollgebäude mit guter PC-Infrastruktur geht alles zügig voran. Nur eine Regelung ist schwer zu begreifen: alle Gepäckstücke müssen durch uns Fahrer aus den Fahrzeugen entfernt und auf der Seite des Fahrzeuges aufgestellt werden. Dann wird das Fahrzeug innen und aussen sowie die Gepäckstücke mit Video gefilmt, damit sichergestellt werden kann, dass keine verbotenen Waren importiert werden. Ja wie denn, wenn die Gepäckstücke nicht geöffnet oder gescannt werden??
Sei’s drum, nach gut 2h sind wir in Turkmenistan und fahren Richtung Mary, unserem Etappenziel. Kurz nach der Grenze müssen wir den breiten, braunen Fluss Amurdarja überqueren. Da die Brücke neu gebaut wird, gilt es eine behelfsmässige schwimmende Ponton-Brücke zu überqueren. Anschliessend rollen wir grösstenteils durch heisse Wüste, wo links und rechts von der Strasse der Sand mit speziellen Verbauungen aus Weidengeflecht zurückgehalten wird.
Etwa 30km vor Mary fahren wir zu den Ruinen von Merv (alter Name von Mary). Dort wurde im 14 Jahrhundert vor Christus durch die Perser die Stadt Merv erbaut, welche durch einen monumentalen Verteidungsring gesichert wurde. Von der Stadt ist nur noch dieser Verteidigungswall als kreisrunder künstlicher Hügelzug (gefertigt aus Lehmziegeln) zu sehen, da Alexander der Grosse, die Stadt eingenommen und zerstört hat. Ein paar Kilometer weiter besichtigten wir im wunderschönen Abendlicht das Mausoleum des Sultan Sanjar (1086-1157), welcher das Volk der Seljukken angeführt hatte.
Beim Eindunkeln fahren wir in Mary ein und beziehen unser Hotel. Hier gilt es all unsere alkoholischen Getränke zu ‚bodigen’, da wir am nächsten Tag in den Iran einfahren werden, wo totales Alkoholverbot gilt. So trinken wir Wodka und Whiskey sowie anderes vor, während und nach dem Essen….

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