Ort: Isfahan, Iran
Wetter: sonnig und bis 40°C
Die beiden Tage verbrachten wir gemütlich in Isfahan. Angesagt waren am Vormittag Führungen zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Isfahan und am Nachmittag jeweils Zeit zur freien Verfügung, die individuell genutzt werden konnte.
Langsam ist in der Gruppe eine Übersättigung an Besichtigungen, speziell von Moscheen zu bemerken. Wir können einfach die vielen Informationen, die Bilder, das bewegte Leben um uns herum kaum mehr aufnehmen und verarbeiten. Wir sind auch müde, all die geschichtlichen Entwicklungen zu hören und die Zusammenhänge zu verstehen sowie alles richtig einzuordnen. So bilden sich langsam kleiner Gruppen mit unterschiedlichen Bedürfnissen.
Am Donnerstag habe ich mich einer Gruppe angeschlossen, die am Vormittag folgende Sehenswürdigkeiten besucht hat: den Chehelsotoon Palace in einem prächtigen Park und mit wunderschönen Wandmalereien, den grossen Platz mit Königspalast und grosser Moschee, und den Bazar rund um den grossen Platz von Isfahan. In diesem Bazar wird viel Handwerkskunst angeboten, wie Miniaturmalerei, Handdruck von Textilien, Herstellung von Töpfen und vielerlei aus Kupfer. Am Nachmittag bin ich dann mit einer kleinen Gruppe zurück in den Bazar und dort haben wir verschiedene Souvenir-Artikel nach kräftigem Feilschen gekauft.
Am Freitag (dem Sonntag für Moslems) fuhren wir mit den Autos ins Armenierviertel und haben dort die alte Freitagsmoschee besucht, welche über viele Epochen gebaut und erweitert worden ist (Sassaniden, Mongolen, Seldschuken). Der monumentale Bau ist aus Lehm- und Backsteinen erstellt und nur die Fassaden des Innenhofes sind mit Keramikplatten belegt. Dann schlenderten wir durch den Armenier-Bazar und besuchten eine der wichtigsten armenischen Kirchen im Iran, die innen mit schön restaurierten Darstellungen aus dem alten und neuen Testament, wie auch der Gregorianer verziert ist.
Auf der Rückfahrt zum Hotel stoppten wir noch kurz bei einer weiteren alten Steinbrücke und hörten schönen Männergesang vom Ufer und von der Brücke her. Neugierig näherten wir uns und trafen auf grössere Ansammlung von älteren und jüngeren Männern, die dort Gedichte rezitierten und Lieder sangen. Wir wurden freundlich eingeladen dazu zu sitzen und zu zuhören. Es war einmalig.
Für heute Abend ist ein Buffet-Dinner im Hotelgarten vorgesehen und morgen geht’s dann früh weg in Richtung Täbris. Es stehen mehr als 1000km Autobahn auf dem Programm!
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