Ort: Karakorum, Mongolei
Wetter: Regen, 10-12°C
Gestern Abend genossen wir nach dem Nachtessen eine private Vorstellung einer lokalen Musikgruppe. Mit ihren traditionellen Kleidern und Musikinstrumenten spielte die Gruppe mongolische Volkslieder und begeisterten uns mit dem speziellen Kehlkopf-Gesang. Wir waren absolut begeistert. Den Abend beschlossen wir mit Dschinggis Khan Wodka und schlüpften in den kalten Jurten in unsere warmen Schlafsäcke.
Heute Morgen kaltes aber sonniges Wetter. Da die Reiseleitung beschlossen hatte, noch einen Tag hier in Karakorum zu verbringen, konnten wir unsere Wäsche im Camp zum Waschen geben. Mit den Autos fuhren wir dann zur rekonstruierten Tempelanlage von Karakorum und wurden von einer lokalen Führerin in gutem Englisch in die Geschichte von Karakorum eingeweiht. Karakorum war unter Dschinggis Khan die Hauptstadt der Mongolei, bevor er sie nach Peking verlegte. Leider ist von der alten Hauptstadt nichts mehr zu sehen, da sie dem Erdboden gleichgemacht worden ist. Jüngste Ausgrabungen haben aber viele Schätze hervorgebracht, die in einem Museum ausgestellt sind. Dieses Museum wurde durch die Japaner finanziert und gebaut und wurde am 4. Juni 2011 eröffnet (!). Es bietet unter anderem ein tolles Model der alten Hauptstadt Karakorum und viele Ausgrabungsexponate.
Im Anschluss an das Mittagessen im Camp fuhren wir etwa 30km ausserhalb Karakorum in einen kleinen Ort, wo das jährliche Nadaam-Festival stattfindet. Dies ist ein Volksfest, das an unterschiedlichen Tagen im Juli in verschiedenen Orten der Mongolei stattfindet. Geboten werden Pferderennen und Ringkämpfe sowie natürlich Speis und Trank. Da ein zügiger und sehr kalter Wind (ca 10°C) über die Ebene pfiff und dann wieder Regen dazu kam, fuhren wir wieder zurück nach Karakorum und besuchten einen kleinen lokalen Markt.
Trotz langen Hosen, Socken, Schuhe, Skipullover und Jacke friere ich jetzt hier in unserer Jurte und werde mir eine warme Dusche gönnen. Dann gibt es wieder ein feines Nachtessen und eine gute Kappe Schlaf. Morgen steht eine lange Tagesetappe vor uns.
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