Freitag, 22. Juli 2011

17-Jul-2011

Strecke:              von Barnaul, Russland, nach Semey, Kasachstan, 440km 
Wetter:               sonnig, bis 31°C

Im Hotel ‚Siberie’ erhalten wir ein super Frühstücksbuffet mit allem was das Herz begehrt. Gut gestärkt fahren wir um 08:30h mit all unseren 4 Autos los in allgemeiner Richtung Südwesten. Links und rechts der Strasse befinden sich bis zum Horizont reichende Felder mit verschiedenen Getreidesorten oder Sonnenblumen, ab und zu unterbrochen durch Bauminseln oder Linien von Bäumen, um den Wind zu brechen. In Robcovsk, wenige km vor der Grenze wollen wir einen kleinen Lunch einnehmen, leider ist das Restaurant für eine geschlossene Gesellschaft (Beerdigung) reserviert. So fahren wir bis an die russisch-kasachische Grenze, tanken nochmals voll und reihen unsere Fahrzeuge in die kleine Kolonne vor der Grenze ein. In einem kleinen Laden kaufen wir uns Snacks und warten auf die Grenzabfertigung. Erstaunlicherweise geht es diesmal recht schnell und unkompliziert und nach knapp 2 Stunden verlassen wir die Grenzposten und befinden uns in Kasachstan.
Weiter geht’s ins rund 120km entfernte Semey, das ehemalige Semipalatinsk. Kaum über die Grenze bemerken wir die krassen Unterschiede zu Russland: engere und holprigere Strassen, kaum mehr Verkehrszeichen, ähnlich weite Flächen, die aber nur spärlich bewirtschaftet werden, sandiger Boden, steppenartige Landschaft, verfallene Höfe (ehemalige Kolchosen), verfallende Industriegebäude; verrückt!
Hier in Semey checken wir ins altehrwürdige Hotel Binar (eine Art ‚Kolonialstiel-Bau, mit hohen Decken, Stuckatur an den Wänden und verzierten Tapeten) ein und besichtigen die Stadt mit kleinem Park, alter Holzmoschee und ein paar moderneren Gebäuden. Zum Nachtessen gibt es Schaschlik (auf Holzkohle gegrillte Fleischhäppchen an Spiesschen) mit Gurken- und Tomatensalat und sehr feinem Brot in einem kleinen Restaurant im Park. Bei gutem Bier lassen wir den Tag Revue passieren und diskutieren noch dies und das…
Uebrigens: der Namenwechsel von Semipalatinsk zu Semey wurde darum vorgenommen, weil der alte Name zu fest mit den damaligen russischen oberirdischen Atomtests in Verbindung stand, die im Gebiet von Semipalatinsk statt fanden.

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