Freitag, 22. Juli 2011

19-Jul-2011

Strecke:              von Ajaguz (Argöz) nach Sarkand, Kasachstan, 360km 
Wetter:               dunstig, bis 36°C

Nach einer ruhigen und guten Nacht weckt mit um 06:00h die Sonne. Statt liegen zu bleiben, stehe ich auf und spaziere zum Bahnhof von Ajaguz, von wo Lokomotiv-Hupsignale durch die noch ruhige Ortschaft tönen. Am Bahnhof rege Betriebsamkeit und viele Leute, die auf den Zug von Almaty warten. Gegen 7:00h lassen weitere Signale aus der Ferne die Ankunft des Zuges erahnen, und kurz darauf schnaufen 2 gewaltige Diesellokomotiven mit einem langen Personenzug in den Bahnhof ein. Dann ein Gewimmel von Personen die ein- und aussteigen, am Bahnsteig etwas zum Frühstück kaufen oder von Verwandten begrüsst werden. Dann muss ich zurück zum Hotel, um unser Frühstück nicht zu verpassen!
Nach reichem Frühstück mit Spiegeleiern, Milchreis, Brot, Butter, Konfitüre und Kaffee verlassen wir Ajaguz und haben diesmal die lokale Reiseleiterin Leima als Begleiterin in unserem Fahrzeug. Sie schildert uns in sehr gutem Französisch viel über die Geographie, Geschichte, Entwicklung, Wirtschaft, politisches System von Kazachstan und beantwortet geduldig unserer zahlreichen Fragen. Manchmal haben wir das Gefühl, dass da einiges beschönigt wird und ein natürlicher Nationalstolz durchsickert, aber das ist durchaus in Ordnung. Auf jeden Fall lernen wir viel und die Fahrt auf den einigermassen guten Strassen vergeht wie im Flug. Da die guten Leima ununterbrochen sprechen kann, verlangen wir zwischendurch mal eine Pause und hören Andrea Bodgelli und Il Divo (hab ich das wohl richtig geschrieben) ab CDs von Leima. Super!
In Andrejevka, dem Knotenpunkt zwischen den Nationalstrassen A350 und A355 finden wir zahlreiche kleine Restaurants und wählen eines mit einer schönen Terrasse aus. Dort gibt es Suppe und kasachische Raviolis (ähnlich chinesische Dumplings) zum Lunch. Ganz fein!
Gegen 16:00h treffen wir im kleinen Ort Sarkand ein, finden unseren Gasthof und beziehen die einfachen aber sauberen Zimmer. Duschen und Toiletten wie gestern auf dem Gang, Wasser ab 18:00h. So kaufen ein paar von uns ein Bier, spazieren zum nahe gelegenen Fluss, tauchen unsere Füsse ins kalte Wasser und geniessen das kühle Bier. So wenig kann so schön sein. Unterdessen gehen Leima, Claudia und Anne-Christine auf die Suche nach einem Lokal für ein einfaches lokales Nachtessen. Ich gehe jetzt mal duschen…

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