Strecke: Vom See Üüreg Nuur an die mongolisch-russische Grenze, 203km
Wetter: sehr sonnig, bis 38°C
Wie schon gewohnt, brechen wir unser Zeltlager ab und machen uns auf den letzten Abschnitt in der Mongolei. Vor uns liegen zwei Passüberfahrten und eine weite Hochebene mit verschiedenen Bach- und Flussquerungen. Erste Passstrasse ist zwar steil und steinig, aber wir erreichen den Pass ‚Ogotor Khamar Davaa’ problemlos. Runter geht’s in eine weite Hochebene bestehend aus reinem Schwemm-Material; Steine so weit das Auge reicht und mitten drin verschiedene Bachläufe und ein kleiner Fluss, der doch noch stark Wasser führt und eine rechte Strömung aufweist. Balou, unser Guide, sucht eine sichere Fuhrt und durchquert mit seinem schweren Lastwagen als erster den Fluss. Anschliessend folgen wir mit unseren wesentlich leichteren Mitsubishi und sehen von hinten, wie der erste Wagen fast abgetrieben wird aber doch das andere Ufer erreicht. Los geht’s, einer nach dem anderen durch die Fuhrt und wir erreichen alle sicher das andere Ufer.
Wir durchqueren den Ort Tsagaannuur und fahren einer weiteren Hügelkette entgegen. Die Steinpiste steigt an, das Tal wird eng und enger und der Weg steil und steiler. Auf 2300müM erreichen wir ein paar Jurten und müssen verstehen, dass es mit dem Lastwagen kein Weiterkommen gibt. Also ca. 15km den gleichen Weg zurück auf die Hochebene und eine andere Strasse über die Berge suchen. Balou findet die Hauptverbindungsstrasse und so steigen wir erneut auf 2300müM. Gegen 19:00h erreichen wir einen kleinen (namenlosen) Ort vor dem Grenzposten der Mongolei. Hier errichten wir unser letztes Zeltlager in einem abgeschlossenen ‚Camping’ und geben im Ort unser letztes mongolisches Geld aus.
Nach 2405km Fahrt quer durch die Mongolei (ca 95% auf unbefestigten Pisten) werden wir am Donnerstag 14. Juli dieses wunderschöne, endlos weite, freundliche, farbige und abwechslungsreiche Land verlassen und in Russland einfahren.
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